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Der ZS Berater-Tipp

Ute ZanderUte Zander, Geschäftsführerin bei ZS Consult:

3-Stufen-Feedback

Suchen Sie eine Technik, mit der Sie konstruktiv Feedback geben können? Das gelingt mit dem 3-Stufen-Feedback: beim Feedback sollten Sie generell zwei Betrachtungsebenen im Blick haben: einmal die Sachebene des Projektgeschehens und dann die Beziehungsebene. Was heißt das jetzt?

Die folgende Abbildung mit dem Eisberg der Kommunikation zeigt, worum es geht:

Eisberg

Immer wenn Menschen zusammen arbeiten, sprechen sie über fachliche Dinge. Das können Ziele, fachliche Argumente, Messgrößen, Programmierinfos, etc. sein. Im Eisbergmodell der Kommunikation wäre das die Sachebene. In der Zusammenarbeit geht es aber auch um das „Wie“, also um die Frage, wie sich Teammitglieder fachlich abstimmen, wie sie ihre Ziele erreichen und wie sie sich bei strittigen Fragen einigen. Das „Wie“ der Zusammenarbeit wiederum löst bei den Beteiligten Gefühle aus: positive Gefühle, wenn man sich gut versteht und negative Gefühle, wenn man Streit hat. Studien belegen nun, dass eine schlechte Teamstimmung auch schlechte Ergebnisse befördert. Mit anderen Worten heißt das: die Beziehungsebene der Kommunikation beeinflusst die Sach- oder auch Ergebnisebene der Zusammenarbeit maßgeblich.

Was kann man nun tun, um die Beziehungsebene im Job möglichst positiv zu beeinflussen? Die Antwort ist einfach: man gibt sich regelmäßig Feedback. Natürlich ist dieses Feedback nicht immer positiv, schließlich macht jeder Mitarbeiter oder jede Führungskraft ab und zu mal Fehler und ist auch nicht jeden Tag gut gelaunt. Doch auch wenn ein Feedback mal negativ ausfällt, wenn es konstruktiv formuliert ist, wird die Beziehungsebene dadurch nicht beschädigt. Im Gegenteil: ein gut formuliertes negatives wie positives Feedback hilft dem anderen, aus seinen Fehlern zu lernen und sich fachlich weiter zu entwickeln. Vielleicht fällt es dem einen oder anderen im ersten Moment schwer, eine „Feedback-Kröte“ zu schlucken, aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch negatives Feedback, wenn es gut formuliert ist, vom anderen mittel- und langfristig als Unterstützung gewertet wird, ist relativ groß.

Und so geben Sie konstruktiv Feedback (3-Stufen-Feedback):

1. Schritt: Behalte bei...:

Sagen Sie Ihrem Kollegen/Mitarbeiter/Vorgesetzten, welches Verhalten er/sie beibehalten soll. Begründen Sie ihr Feedback mit einem Beispiel.

2. Schritt: Zeige mehr von...:

Sagen Sie Ihrem Kollegen/Mitarbeiter/Vorgesetzten, welches Verhalten positiv ankommt, von ihm/ihr aber noch zu selten gezeigt wird. Denken Sie daran, immer ein Beispiel parat zu haben, damit Ihr Gegenüber nicht das Gefühl hat, Ihr Feedback hat weder Hand noch Fuß.

3. Schritt: Zeige weniger von...:

Sagen Sie Ihrem Kollegen/Mitarbeiter/Vorgesetzten, welches Verhalten nicht gut ankommt. Begründen Sie wieder mit einem Beispiel.

Vor allem Projekt-Meetings eigenen sich immer mal wieder dazu, sich gegenseitig Feedback zu geben. In schwierigen Situationen sollten Sie allerdings das Vier-Augen-Gespräch vorziehen. Auf keinen Fall sollte ein Mitarbeiter/Kollege allein vor versammelter Mannschaft ein Feedback bekommen.


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