Beliebte Artikel

Der ZS Berater-Tipp

Stefan SchreindorferStefan Schreindorfer, Geschäftsführer bei ZS Consult:

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz rechtzeitig erkennen

Die meisten Führungskräfte scheuen sich davor, sich systematisch mit der Erfassung psychischer Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz zu befassen. Allein schon das Wort „psychisch“ löst viele Befürchtungen aus und als Banker, Ingenieur, Verwaltungsbeamter oder Techniker hat man mit allem, was „psychisch“ ist, nicht so gerne etwas zu tun.

Während die Einschätzung handfester Einflussfaktoren wie Hitze, Lärm, Ergonomie, etc. durch den Arbeitsschutz oft gut abgedeckt ist, wird der Bereich „psychische Faktoren“ oft einfach ausgelassen. Dabei ist die Vorgehensweise eigentlich die selbe, ich stelle Ihnen daher eine systematische Vorgehensweise vor, die Ihnen hilft, den Blick für Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz zu schärfen.

Insgesamt können diese 4 Bereichen zugeordnet werden:

  • Der Arbeitsumgebung, z.B. Lärm oder Klima.
  • Der Arbeitsorganisation, z.B. Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit oder der Umgang mit E-Mails und Informationen.
  • Der Arbeitsaufgabe, z.B. Handlungsspielraum oder Vielseitigkeit
  • Den sozialen Beziehungen, z.B. Konflikte unter Kollegen, der Umgang mit schwierigen Kunden

Wenn Sie eine umfassende Gefährdungsbeurteilung nach den Kriterien des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit durchführen möchten, sollten Sie sich durch die Sicherheitsfachkraft und ggfs. die zuständige Berufsgenossenschaft unterstützen lassen. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die über erprobte Methoden und die entsprechende Erfahrung verfügen.

Wenn Sie jedoch als Führungskraft sich einen groben Überblick über die Lage in Ihrem Team verschaffen möchten, können Sie auch einfach die oben genannten Bereiche genauer beschreiben und mit der einfachen Smiley-Methode erfassen. Erstellen Sie also für jeden Bereich eine Liste möglicher Gefährdungskriterien und vergeben Sie, am besten gemeinsam mit einem Kollegen (Vier-Augen-Prinzip), 3 Smileys. Je mehr negative Smileys Sie vergeben müssen, desto stärker sind die Mitarbeiter in diesem Bereich auch gefährdet.

Gehen Sie nun im Geiste besonders belastete Mitarbeiter durch und stellen Sie fest, ob es in letzter Zeit Veränderungen in der Leistungsfähigkeit, Veränderungen des Verhaltens und/oder Veränderungen in der Emotionalität gegeben hat. Auch häufige Fehlzeiten können ein Hinweis auf psychische Belastungen sein.

Eine erste Maßnahme ist immer das persönliche Gespräch. Nehmen Sie sich Zeit, die Sicht des betroffenen Mitarbeiters zu erfahren. Bestätigt sich die Belastung, sollten Sie weiter tätig werden und ggfs. den Betriebsarzt, den Betriebsrat oder die Sozialberatung zu Rate ziehen.


Ahornstrasse 1
84416 Inning am Holz

tel. +49 08084 949 80 60
fax: +49 08084 413 265

info@zsconsult.de


Semiare und Coaching

Brahmsstraße 32
81667 München

Mittelweg 14
20148 Hamburg

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok