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„BEM - Betriebliches Eingliederungsmanagement“

Interview mit Julia Neumann / Personalmanagement Förde Sparkasse Kiel

Julia NeumannZS: Die Förde Sparkasse hat gerade betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt - wie würden Sie ganz allgemein den Nutzen für Ihr Unternehmen beschreiben?

JM: Der Nutzen der GesundheitsFÖRDErung bei uns im Hause ist ganz vielseitig. Wir geben unseren Mitarbeitern/-innen Anreize, mehr auf ihre Gesundheit zu achten und aktiv eigenverantwortlich GesundheitsFÖRDErung zu betreiben. Unser Ziel dabei sind neben motivierten, leistungsfähigen und belastbaren Mitarbeiter/-innen auch eine Steigerung der Gesundheitsquote bei uns im Hause sowie ein Entgegenwirken gegen den demografischen Wandel. Außerdem steigern wir mit den Angeboten der GesundheitsFÖRDErung deutlich die Attraktivität der Förde Sparkasse als Arbeitgeber.

ZS: BEM wird häufig eingesetzt, um Prävention zu betreiben – was sind Ihre Ziele?

JN: Prävention ist natürlich ein sehr wichtiges Ziel. Wir bieten unseren Mitarbeitern/innen jedes Jahr einen spannenden gesunden Jahreskalender mit Angeboten zu Präventionsmaßnahmen, sei es zum Thema Bewegung, Ernährung, Sucht oder auch zur psychischen Gesundheit.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement speziell ist ein Instrument, unseren Führungskräften eine Hilfe für den erkrankten Mitarbeitern/-innen zu geben, aber noch viel wichtiger, unsere erkrankten Mitarbeiter/-innen zu unterstützen, ihre Arbeitsunfähigkeit zu überwinden bzw. drohender Arbeitsunfähigkeit entgegenzuwirken.

ZS: Was ist Ihnen bei der Einführung von BEM besonders wichtig gewesen?

JN: Da BEM auch schnell vom Mitarbeiter als Kontrollinstrument wahrgenommen werden kann (warum spricht mich neuerdings die Personalabteilung auf meinen Krankenstand an?!), war es uns bei der Einführung besonders wichtig, im ersten Schritt alle Führungskräfte von diesem sehr sinnvollen Unterstützungs- und Fürsorgeinstruments zu überzeugen. Im zweiten Schritt haben wir unseren Führungskräften die wichtige Aufgabe übertragen, den eigenen Mitarbeitern/-innen BEM so zu erläutern, dass die für den Mitarbeiter durchweg positiven Beweggründe klar werden und die Mitarbeiter/-innen dem BEM gegenüber ein gutes Bauchgefühl entwickeln.

ZS: Viele Mitarbeiter sind zu Anfang skeptisch und befürchten, dass sie durch BEM zuviel über private Umstände ihrer Erkrankung preisgeben. Können Sie diese Befürchtungen nachvollziehen?

JN: Ja, die Befürchtung kann ich nachvollziehen. Die Aufgabe der Führungskraft und der zuständigen Personalberaterin ist, dem Mitarbeiter die ggf. vorhandene Angst zu nehmen, indem die Befürchtungen zunächst einmal thematisiert werden. Wir erläutern, dass der Mitarbeiter selbst entscheidet, was er über seinen Gesundheitszustand erzählen möchte. Je mehr er/sie jedoch Preis gibt, desto besser können wir den Mitarbeiter unterstützen.

ZS: Worauf sollte aus Ihrer Sicht ein Unternehmen achten, dass BEM einführt?

JN: Auf die richtige und umfassende Kommunikation sowie auf ein gutes Marketing. Wenn man sich als Unternehmen ausreichend Gedanken zu diesen beiden Aspekten macht und sie entsprechend gut umsetzt, hat man – so bin ich überzeugt – die beste Chance, dass das BEM von allen Mitarbeitern/innen angenommen und positiv belegt im Hause etabliert wird.

ZS: Frau Neumann, vielen Dank für das Gespräch.


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