Beliebte Artikel

Neue Mitarbeiter motivieren und integrieren

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag nach der Ausbildung oder nach dem Studium? Diesen Moment vergessen Sie nie, denn er war hochemotional. Verbunden mit vielen Hoffnungen und Erwartungen und einigen Befürchtungen und Ängsten waren Sie bestimmt hochmotiviert, Ihr Bestes zu geben. Je nachdem, welche Erfahrungen Sie anschließend in Ihrer neuen Firma gemacht haben, haben Sie sich Ihre optimistische Einstellung erhalten oder Sie haben irgendwann, frustriert und demotiviert nach dem Motto „so wenig Einsatz wie möglich für so viel Geld wie möglich“ gearbeitet. Fest steht, dass jeder Mensch zu Beginn seiner Berufstätigkeit viel Motivation automatisch mitbringt. Wenn Führungskräfte also davon sprechen, ihre Mitarbeiter motivieren zu wollen, geht es eigentlich um das Gegenteil, nämlich um die Frage „Wie können wir es schaffen, unsere Mitarbeiter so wenig wie möglich zu demotivieren?“ Denn die Motivation bringt ja jeder automatisch mit. Das folgende Beispiel zeigt, wie schnell man diese Motivation wieder verlieren kann.

Sascha Baumann hat gerade sein Fachhochschul-Studium beendet und fängt heute bei Sollmann & Söhne an. Die hanseatische Reederei hat ihn als Vertriebsmitarbeiter eingestellt. Sascha will in seiner neuen Firma alles geben. Jahrelang hat er gelernt und auf Freizeit verzichtet, um sein Ziel, den Fachwirt Logistik zu schaffen, zu erreichen. Gerade eben ist er von seinem Chef Olaf Schlüter freundlich begrüßt worden und lernt jetzt seinen neuen Arbeitsplatz und die Kollegen kennen. Doch später am Nachmittag ist er irritiert. Er hat nichts zu tun. Ratlos surft er im Intranet herum und schaut sich einige Dokumente an. Einige Kollegen sprechen ihn freundlich an, einige schauen bewusst weg. Sascha kann die Situation nicht einordnen und wartet darauf, dass sein Chef endlich wiederkommt. Fehlanzeige, er kommt gar nicht mehr und so beendet Sascha seinen ersten Arbeitstag mit höchst gemischten Gefühlen. Gleich am nächsten Morgen kommt sein Herr Schlüter auf ihn zu und entschuldigt sich wortgewaltig. Es sei so viel zu tun gewesen und er hoffe, Sascha habe sich trotzdem gut eingelebt. Die Kollegen haben ihm sicher schon alles gezeigt? Sascha nickt unsicher. Was soll er auch sonst sagen? Dass sich niemand für ihn interessiert?

„Der Krise sei Dank“ – wie Sie aus beruflichen Konflikten Vorteile ziehen

Dass es jemanden in seinem Team gab, der gezielt gegen ihn arbeitete, stellte sich erst ganz zum Schluss heraus. Die Monate davor führte Sven Schuster mit allen Beteiligten Gespräche, um die Konflikte in seinem Team endlich zur Ruhe zu bringen. Endlose und scheinbar sinnlose Gespräche. Denn da wusste er noch nicht, dass es sich doch noch auszahlen würde, nicht locker zu lassen, und jeden einzelnen immer wieder zu fragen, was helfen könnte, damit sich alle wieder mehr vertrauen, anstatt sich in zwei Teamlager zu spalten, die gegeneinander kämpfen.

Auslöser des Konflikts war der Umzug des Teams in ein neues Gebäude, die Verteilung der Sitzplätze hatte überraschenderweise zu starken Machtkämpfen geführt. Zu Anfang hatte Sven Schuster die Angelegenheit einfach laufen lassen. „Die sind schließlich erwachsen – sollen Sie selbst eine Lösung finden. Da misch ich mich lieber nicht ein.“ Sich nicht einzumischen, wenn es Konflikte gab, konnte Sven Schuster am besten. Er mochte es gar nicht, wenn andere sich stritten. Am liebsten hatte er seine Ruhe. Doch als die Konflikte immer stärker wurden und sein Abteilungsleiter ihn fragte, warum der sein Team nicht im Griff habe, merkte er, dass dies die falsche Strategie war. Wohl oder übel musste er sich jetzt einmischen und entwarf gemeinsam mit einem Coach eine gute Strategie, die Konflikte doch noch zu lösen. Nur zu seinem Besten, wie er dann feststellte. Durch sein engagiertes Eingreifen sammelte er viele Pluspunkte und verhinderte am Ende, dass das Team auseinanderbrach.


Ahornstrasse 1
84416 Inning am Holz

tel. +49 08084 949 80 60
fax: +49 08084 413 265

info@zsconsult.de


Semiare und Coaching

Brahmsstraße 32
81667 München

Mittelweg 14
20148 Hamburg