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Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement


Themenschwerpunkt: Wie die Unternehmenskultur die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigen beeinflusst

 

Erfreulicherweise interessieren sich immer mehr Unternehmen dafür, sich aktiv für die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen zu engagieren. Doch wie genau sieht der richtige Weg dorthin aus? Gesundheitstage, Schulungen und Aktionen rund um Bewegung und Ernährung haben sich bewährt, wenn es darum geht, die Beschäftigten für das Thema Gesundheit zu sensibilisieren. Doch oftmals führen die Maßnahmen nicht so schnell wie erhofft zum Erfolg. Gesundheitsexperten wie beispielsweise Prof. Bernhard Badura haben daher einen Aspekt aufgegriffen, der schon seit Jahren auch Organisationsentwickler beschäftigt:

 

Wie kann die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit von MitarbeiterInnen durch die Unternehmenskultur mit beeinflusst werden?

 

Bernhard Badura von der Uni Bielefeld hat in einer Studie nachgewiesen, dass dieser Zusammenhang besteht. Doch was genau können wir unter Unternehmenskultur überhaupt verstehen? Hier ein Erklärungsversuch:

 

Eine Unternehmenskultur verbindet die Mitarbeiter durch gemeinsame Werte und Überzeugungen – und zwar auf eine emotionale Art und Weise.

 

Demnach gibt die Kultur eines Unternehmens Hinweise darauf, wie organisationsintern gedacht, gefühlt und gehandelt wird, was wichtig und unwichtig, gut oder böse, richtig oder falsch, tabu oder diskutabel, angemessen oder unangemessen ist.

 

Damit Menschen sich in einer Firma oder Organisation aufgehoben fühlen, sollten sie mit der jeweiligen Unternehmenskultur auch einverstanden sein. Geschieht dies nicht, entsteht ein innerer Konflikt, der meistens dazu führt, dass MitarbeiterInnen in die innere Kündigung gehen und ihr volles Engagement und ihre volle Leistungsfähigkeit dem Unternehmen nicht komplett zur Verfügung stellen.

 

 Fehlzeiten Report

 

Prof. Badura hat in seiner Studie nachgewiesen (Datenerhebung zwischen 2006 und 2014, s.a. Badura, Ehresmann: Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und Gesundheit, in: Badura et.al: Fehlzeitenreport 2016, Springer Verlag), dass es ein signifikanten Zusammenhang zwischen der Unternehmenskultur, der Mitarbeiterbindung und der Gesundheit und dem Arbeitsverhalten der MitarbeiterInnen besteht.

 

Was können Unternehmen aus dieser Erkenntnis lernen, wenn sie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aller MitarbeiterInnen fördern möchten? Folgende Leitlinien sollten beachtet werden:

 

  • Zentrale Werte und Regeln des Umgangs und Arbeitens miteinander sollten transparent formulierte werden.Idealerweise handelt es sich um Werte und Regeln, die ein konstruktives Miteinander und Arbeiten fördern.

 

  • Für einen Beteiligungsprozess sorgen: Unternehmenswerte sind immer auch emotional, daher reicht es nicht, sie nur schriftlich auf der Internetseite zu veröffentlichen. Idealerweise fühlen sich die MitarbeiterInnen mit diesen Werten verbunden und haben die Möglichkeit, sich mit dem Unternehmen über diese Werte auch offen und transparent auseinanderzusetzen.

 

  • Führungskräfte in Bezug auf die Unternehmenswerte schulen: Immer dann, wenn Führungskräfte in ihrem konkreten Führungshandeln andere Werte vermitteln als die Organisation entstehen Konflikte, die Mitarbeiter daran hindern, eine positive emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen aufzubauen.

 

Die Erkenntnisse von Prof. Badura verdeutlichen, was wir in der Beratung ebenfalls oft feststellen: Zu schnell werden Lösungen und Maßnahmen entwickelt, die sich ausschließlich auf die Handlungs-, bzw. Verhaltensebene beziehen. Das ist einerseits nachvollziehbar, da Manager ja naturgemäß dafür engagiert werden, dass sie schnelle und konkrete Lösungen für Probleme entwickeln und umsetzen. Um bei komplexen Problemkonstellationen wie beispielsweise Fehlzeiten, fehlender Motivation oder Fachkräftemangel wirklich nachhaltige Lösungen zu entwickeln, ist es meistens unerlässlich, auch die Unternehmenskultur und hier insbesondere die Unternehmenswerte mit einzubeziehen. Erst über die optimale Verzahnung von Unternehmenskultur und Unternehmenshandeln können zentrale Veränderungen wirklich nachhaltig umgesetzt werden.

 

   

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